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SOFTWARE

Nord/LB (Sparkasse) Green Bonds: Skalierbare Informationsarchitektur für komplexe SaaS-Ökosysteme

Status: Abgeschlossenes B2B- Kundenprojekt (Enterprise Fintech SaaS) | Rolle: Lead Product Designer

Stack: Figma, Data Visualization, Informationsarchitektur, Complex Workflows, Design System Strategy

Das Ergebnis: Vertrauen durch radikale Klarheit

Die Nord/LB verwaltet Milliarden-Investitionen in Green Bonds (Immobilien, Flugzeuge, erneuerbare Energien). Meine Aufgabe war es, das Chaos aus isolierten Excel-Prozessen in ein konsistentes, digitales SaaS-Ökosystem zu überführen. Der Impact auf einen Blick:

100%

der manuellen Excel-Workflows in native SaaS-Module transformiert.

+65%

schnellere Navigation durch eine neu konzipierte Cross-Service-Architektur.

um ca. 30%

Reduktion der Frontend-Implementierungszeit durch Update der UI Lib mit 50 neunen komponenten

Hier sehen Sie einigen Screenshots von der PREPROD - Entwicklungsumgebung der Plattform.

Das Problem: Die „Excel-Inseln“ im Enterprise-Banking

Vor dem Redesign war die Datenverarbeitung ein Labyrinth aus unzähligen Excel-Dokumenten. Jede Finanzierungssparte arbeitete in einem eigenen „Silo“. Die Herausforderung war nicht nur ein neues UI, sondern die Schaffung einer gemeinsamen Sprache für hochkomplexe Daten, die gleichzeitig einfach und barrierefrei bedienbar sein mussten.

Discovery: Research in Logik verwandeln

Da fundierte Research-Daten (Card Sorting & Tree Testing) bereits vorlagen, lag mein Fokus auf der architektonischen Übersetzung. Ich analysierte die bestehenden Pain Points:

CardSorting.jpg
  1. Fehlender Kontext: Nutzer verloren beim „Deep Dive“ in die Assets die Orientierung.

  2. Visual Noise: Das alte Interface lenkte von den kritischen Finanz-Kennzahlen ab.

Anforderungen in Logik übersetzen: Die Asset-Kaskade

Ich habe die Research-Erkenntnisse direkt in eine neue Informationsarchitektur (IA) gegossen:

  • Strukturierung: Ich habe die Inhalte der Fachbereiche in funktionale Cluster unterteilt, um eine einheitliche Plattform-Logik zu schaffen.

  • Das Navigationskonzept: Ich entwarf ein modulares System, das nahtlose Übergänge zwischen administrativen Services und spezifischen Finanzierungstools ermöglicht, ohne dass der Nutzer den Kontext verliert.

UserFlowBeispiel.jpg
Die visuelle Evolution: Design Evaluation & Iteration

Ein Senior-Designprozess ist niemals linear. In dieser Sektion zeige ich, wie ich meine eigenen Ansätze kritisch hinterfragt und optimiert habe, um zur finalen Lösung zu gelangen.

​​1. Phase: Die Exploration (Frühe Entwürfe)

In meinen ersten Entwürfen lag der Fokus auf der funktionalen Abbildung der Excel-Logik.

  • Der Ansatz: Ich versuchte, jede Spalte und jede Formel visuell zu übersetzen.

  • Das Learning: Das Interface wirkte „technisch“ und schwerfällig. Die kognitive Last war zu hoch, da ich mich zu sehr an bestehenden Unternehmen-Design-Mustern orientierte, die für diese Datendichte nicht ausgelegt waren.

2. Phase: Der Wendepunkt zum „Flat Clean Design“

Ich traf die strategische Entscheidung, das Design radikal zu entschlacken.

  • Vom Box-Modell zum Open Space: Weg mit schweren Rahmen und Schatten. Weißraum lässt Daten „atmen“.

  • Semantische Farben: Farbe wird nun nur noch funktional genutzt, was das Scannen der Dashboards in Sekunden ermöglicht.

Mieter Service Microservice.png
Mein „Game Changer“: Das universelle Ingestions-Pattern

Trotz der Unterschiede zwischen Windpark- und Flugzeugfinanzierung habe ich ein universelles Eingabe-Modul entwickelt.

  • Die Innovation: Ein modularer Workflow, der sich dynamisch anpasst, aber in der Bedienlogik immer identisch bleibt.

  • Der Impact: Dies minimiert Übertragungsfehler und verkürzt die Einarbeitungszeit für neue Mitarbeiter radikal, da sie nicht für jedes Tool eine neue Bedienung lernen müssen.

Rückblick: Was bleibt und was ich heute anders machen würde

Dieses Projekt habe ich vor einiger Zeit erfolgreich für einen Kunden abgeschlossen. Heute würde ich das Design noch einen Schritt weiter denken: Mein Fokus läge darauf, das Interface „mitdenkend“ zu gestalten.

Anstatt nur Daten anzuzeigen, könnte das System durch KI-Unterstützung genau die Informationen hervorheben, die für den Analysten im jeweiligen Moment am wichtigsten sind. So ließe sich die Informationsflut noch effizienter bewältigen und das Arbeiten mit komplexen Finanzdaten spürbar erleichtern. Auch wenn ich nicht die Rolle des Product Owners innehabe, zeigt dies meinen Anspruch, Design stets zukunftssicher und nutzerzentriert weiterzuentwickeln.

© 2026 Svetlana Martynova. All rights reserved

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